Anonymität bei Presseberichten über Straftaten o.Ä. wird in Deutschland groß geschrieben. Meist werden Namen abgekürzt oder nur Nachnamen genannt, sprich: Statt Hans Müller würde man Hans M. oder (Herr) Müller schreiben. Das klappt meistens auch recht gut, doch wenn man beide Formen im selben Artikel benutzt, kann das die Wirkung leicht verfehlen …
Genau so ein Fall begegnete mir heute auf Spiegel Online, wo ich den Artikel Überführt: Einbrecher loggt sich am Tatort bei Facebook ein las. Dort war nämlich genau dieser Fehler passiert: Im gesamten Artikel war von Jonathan P. die Rede, nur in einer Zeile ging es um Parkers Freund.
Jeder, der nicht völlig erkenntnisresistent ist, sollte aufgrund dieses Fehlers in der Lage sein, den vollen Namen des Täters zu “erraten” und somit haben die Anonymisierunsversuche ihren Zweck eindeutig verfehlt. Manchmal schadet es eben doch nicht, den Artikel durchzulesen, bevor man ihn veröffentlicht
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Update: Inzwischen wurde der Fehler korrigiert, aber der Screenshot ist ja noch da.



Denez sagt
am 24. September 2009 @ 20:48
“Manchmal schadet es eben doch nicht, den Artikel durchzulesen, bevor man ihn veröffentlicht”
Würde ich doch fast mal meinen…
Nuja, der Herr P. wirds überleben und der fehler wurde ja wenigstens bemerkt…