Wenn du bisher noch keine eigene Webseite hast, aber dir gern eine erstellen möchtest, jedoch noch keine Ahnung hast, wie du das machen sollst, dann bekommst du hier ein paar Hinweise und einen kleinen Überblick über die Möglichkeiten.

Homepage-Baukästen

Gerade für Anfänger scheint dies der beste Weg zur ersten eigenen Webseite zu sein:

  • Man hat nach wenigen Klicks eine Webseite mit Adresse
  • Man kann Inhalte sehr schnell hinzufügen
  • Die Oberfläche zum Bearbeiten von Inhalten ist ähnlich der eines Texteditors
  • Man muss keine besonderen Kenntnisse mitbringen

Doch mit eigentlicher Webseitenerstellung hat das nichts zu tun.

  • Man hat lediglich vorgefertigte Einheitsdesigns und somit kaum gestalterische Freiheiten
  • Man wird in der Verwendung der Möglichkeiten von (X)HTML immens eingeschränkt
  • Die WYSIWYG-Editoren produzieren großteils enorm schlechten, undurchsichtigen Code, der die Ladezeit der Seite verlängert

Man erstellt also keine richtige, individuelle Webseite, sondern klickt sich einige Standardelemente zusammen. Wo bleibt da noch die Individualität? Des Weiteren sind die Ergebnisse solcher Baukästen meist vollgestopft mit lästiger Werbung, die an allen möglichen Stellen erscheint, ganz so, als hätte man sie selbst dort eingebaut.

Zwischenfazit: Homepage-Baukästen sind nur etwas für faule Leute, die eine billige (und ebenso billig wirkende) Präsenz im Web suchen und keinerlei Interesse und Zeit für das erlernen simpler, individueller Gestaltungstechniken mitbringen.

The right way: XHTML & CSS

Wenn du hier weiterliest und dich nicht mit einem Homepage-Baukasten zufireden gibst, bist du auf dem richtigen Weg, denn XHTML ist wirklich nicht schwer zu erlernen und die Möglichkeiten sind um einiges größer.

Moment mal! Wieso denn nun XHTML?! Heißt das nicht HTML?
Keine Panik! Alles, was du bisher über HTML gehört hast, kannst du quasi auch auf XHTML übertragen. Der Hauptunterschied ist, dass XHTML eine Überarbeitung von HTML ist, die weniger Toleranz für Fehler im Code zeigt und den Autor darum stärker zur Einhaltung der Syntax anhält. Für dich als Einsteiger kann das nur von Nutzen sein, denn im Gegensatz zu HTML wirst du bei XHTML-Tutorials weniger verschiedene Varianten einunddesselben Codes im Web finden.

XHTML lernen

Du wirst allerdings nicht um das Lernen der Grundlagen herumkommen. Sie sind jedoch nicht sonderlich kompliziert und leicht verständlich. Ich habe zum Beispiel im Alter von 11 Jahren mit HTML angefangen und nach ein paar Wochen hatte ich die Grundlagen durch. Ich würde dir an dieser Stelle eine Seite der FH Rosenheim empfehlen, die dir genau diese Grundlagen von XHTML vermittelt. Wer es gern umfangreicher hat und einiges grundlegendes Wissen über die Zusammenhänge im Internet haben möchte, kann sich auf selfHTML umschauen. Dort findet man nahezu alles über (X)HTML.

Es wird bunt: CSS

Wenn du dich in XHTML soweit sicher fühlst, kannst du die zweite wichtige Grundlage moderner Webseitengestaltung ebenfalls auf der Seite der FH Rosenheim lernen: CSS. Es ist für nahezu alles verantwortlich, was mit Farben, Bildern, Layouts, Schriftformatierung usw. zu tun hat. Es dient dazu, sämtliche Elemente deiner XHTML-Seite individuell zu gestalten. Es ist also logisch, dass CSS lediglich dazu dient, die Eigenschaften der in deiner XHTML-Seite auftauchenden Elemente zu verändern, nicht um eingenständig Seiten zu erschaffen. Auch hier findet sich eine größere, wenn auch nicht umfassende Wissenssammlung auf selfHTML.

Ein Sandkasten zum Austoben

Das Schöne an HTML-Dokumenten ist, dass du sie auch lokal auf deinem Computer öffnen kannst. Du kannst sie beispielsweise mit dem Editor unter Zubehör im Startmenü bearbeiten und dann einfach in Firefox oder Internet Explorer öffnen. Du brauchst keine URL im Web, um alles Mögliche testen zu können, was du bisher gelernt hast. Dies ist nebenbei der beste Weg, die Gestaltung von Webseiten zu lernen: Ausprobieren.

Mit der Zeit wirst du dich sicherer fühlen und kannst anfangen, eigene Grafiken zu entwickeln und dir damit ein eigenes Design zu basteln. Auch hier kommt mit der Zeit die Erfahrung und du wirst immer besser werden.

Andere sollen meine Seite sehen!

Wenn du dann endlich so weit bist, dass du deine eigene Seite fertig hast, brauchst du natürlich eine Möglichkeit, sie im Web zu veröffentlichen. Dazu musst du dich auf die Suche nach Webspace machen. Dort kannst du ganz einfach deine HTML-Dateien, Stylesheets und Bilder hochladen und sofort sind sie über die entsprechende (Sub)Domain erreichbar.

Auch hier habe ich zwei Empfehlungen für dich:

  1. KILU.de ist ein gratis-Webhoster mit viel Speicherplatz, der zudem keine Werbung einblendet.
  2. Funpic bietet ebenfalls viel Speicherplatz, blendet aber leider Werbung ein.

Wenn du dich nicht mit einer Subdomain der beiden Hoster zufriedengeben möchtest, kannst du dir deine eigene kostenlose Domain besorgen, die auf die eigentliche Seite verlinkt. Schau dazu einfach mal bei nic.de.ki oder nic.de.vu. Du wirst feststellen, dass dies keine vollwertigen .de-Domains sind sondern eigentlich nur Subdomains der Seiten “www.de.ki” und “www.de.vu”. Ich denke jedoch, dass man für den Anfang mit dem kleinen Anhängsel an der Domain leben kann – schließlich muss man nichts dafür bezahlen.